VON: MICHAEL ENDERS – 12:43 UHR

Nach einem schweren Messerangriff am Montagmorgen, den 09.12.2019, gegen 06.30 Uhr, auf einen Münchner Polizeibeamten, während dieser eine Personenkontrolle durchführte, fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sogenannte „Messerverbotszonen“. „Im Sinne der Sicherheit müssten temporäre und anlassbezogene Messerverbotszonen eingerichtet werden – dann könnte die Polizei Personen ohne Anlass kontrollieren“, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Dietmar Schilff den „Stuttgarter Nachrichten“ und der „Stuttgarter Zeitung“ (Dienstagsausgabe). „Wer mit einer Waffe erwischt wird, müsste beispielsweise ein Bußgeld zahlen.“
Ein entsprechendes Gesetz sollte sogenannte Waffenverbotszonen nicht nur in schwer kriminalitätsbelasteten Gebieten ermöglichen, sondern auch in anderen Gebieten. Studien würden belegen, dass Menschen, die ein Messer mit sich führen, ein deutlich höheres Gewaltpotenzial aufweisen würden, als welche, die keines mit sich tragen. Dies sei vor allem bei Jugendlichen der Fall – auch dort gelte: Wer ein Messer mit sich führen würde, weise eine deutlich höhere Gewaltbereitschaft auf, als andere, die nicht mit einer solchen Stichwaffe ausgestattet seien, meinte GdP-Bundesvorsitzender Schilff weiter.
