Die ARD-Sendung “Bericht aus Berlin” hat die Frage, welche Rolle die AfD bei wachsendem Antisemitismus in Deutschland spielt, versucht zu klären – ausgerechnet mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, dem Antisemitismus- und Rassismusexperten der CSU. Anfangs versuchte Söder vergebens professionell und sachlich zu wirken, hielt jedoch nicht lange durch. Denn in seinem zuvor wohl eingeübten Text (es ist nämlich in jeder Sendung der gleiche) machte er bereits nach kurzer Zeit üble Vergleiche – zwischen Thüringens AfD-Vorsitzenden Björn Höcke und Diktator des Grauens Adolf Hitler.
“Wenn vor wenigen Wochen in einem Beitrag im Fernsehen AfD-Abgeordnete gefragt wurden, ob sie Unterschiede erkennen können zwischen ‚Mein Kampf‘ und den Schriften von Herrn Höcke – und die Abgeordneten es nicht wussten, dann kann es möglicherweise daran liegen, dass es da keinen großen Unterschied gibt.“
Markus Söder | “Bericht aus Berlin” am 27.01.2020
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Bayerns Ministerpräsident macht damit mal wieder Vergleiche, die in derartiger Form gar nicht gemacht werden können. Er vergleicht einen AfD-Politiker mit einem Mann, der Millionen Menschenleben auf dem Gewissen hat, der ganze Länder, Familien und bis heute Seelen zerstört hat. Das Parteien und deren Vertreter mit solchen Aussagen gegen konkurrierende Politiker und deren Fraktionen vorgehen, zeigt erneut, wie abgedriftet und skrupellos sie sind – und das gilt nicht nur für die CDU/CSU, die sich eher in „Muslimische *Demokratische* Union“ umbenennen sollten, sondern für alle anderen ebenso. Denn es sind genau diese Aussagen, welche die Gesellschaft immer weiter spalten, obwohl sie schon gefährlich weit gespalten ist.
