
Die Heidelberger Rechtsanwältin Beate Bahner ist nach eigenen Angaben am gestrigen Abend aus der Psychiatrie entlassen worden. Zuvor wurde die Medizinrechtlerin von Polizeibeamten zwangsweise zur geistigen Untersuchung in den psychiatrischen Trakt des Hochsicherheitsgefängnis in Heidelberg überstellt, nachdem sie sich offenbar auch gewaltsam gegen die Polizisten gewehrt und darüberhinaus einen «verwirrten Eindruck» gemacht haben soll.
Die Rechtsanwältin erhebt nach ihrer Entlassung schwere Vorwürfe gegen Justiz und Anwaltschaft, nachdem diese auf ganzer Ebene «versagt» hätten. Im Prozess um den Vorwurf der ‚öffentlichen Aufforderung zu Straftaten‘, welchen die Staatsanwaltschaft Heidelberg der Rechtsanwältin zum Vorwurf macht, nachdem diese zu bundesweiten Demonstrationen aufgerufen hatte, möchte Bahner auf anwaltliche Vertretung verzichten. In einer Mitteilung schreibt die Anwältin: „Beate Bahner benötigt keine anwaltliche Vertretung, nachdem nahezu die gesamte Anwaltschaft und nahezu die gesamte Justiz seit zwei Wochen in ganzer Hinsicht versagt und damit zur Abschaffung des Rechtsstaats und zur blitzschnellen Etablierung des monströsesten und ungeheuerlichsten Unrechtsregimes beigetragen haben, das die Welt je gesehen hat.“
Nach Informationen der Bundesdeutschen Zeitung soll die Rechtsanwältin am heutigen Mittwoch (15.04.2020) gegen 13:00 Uhr auf dem Polizeipräsidium Heidelberg zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft vernommen werden.
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