Nach Aktenzeichen XY: Getränkemarkt-Räuber sitzt in U-Haft!


Nach der Ausstrahlung der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ am Mittwochabend befindet sich der mutmaßliche Täter eines Raubüberfalls auf einen Rehlinger Getränkemarkt in U-Haft.

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Nach dem Raubüberfall auf einen Getränkemarkt im saarländischen Rehlingen-Siersburg (Landkreis Saarlouis) konnte der mutmaßliche Täter ausfindig gemacht werden. Hilfreich für die Ergreifung des Tatverdächtigen war die am gestrigen Mittwochabend ausgestrahlte ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“, die unter Moderation von Rudi Cerne über den Überfall berichtete. Der Raub ist nun schon einige Monate her.

Demnach überfiel der Mann vor etwa acht Monaten einen Getränkemarkt in Rehlingen, nahe des unmittelbar nebenan befindlichen „Penny“-Discounters. Dabei bewegte er sich bewaffnet mit einem Messer und einer Wodkaflasche an eine Kasse und bedrohte die dortige Kassiererin. Diese kann Karate und setzte sich zur Wehr, woraufhin sie von dem mutmaßlichen Täter gegen gestapelte Sprudelkästen geschleudert und dabei verletzt wurde.

Der Mann flüchtete nach Leerung der Kasse auf den Geländeparkplatz und stieg in ein Fahrzeug, in welchem vermutlich sein Komplize auf ihn wartete.

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Mit zuvor gestohlenen Kennzeichen der Nummer «SLS-AS-126» flohen der Räuber und dessen Komplize in zunächst unbekannte Richtung.

Die große Verwechslung

Circa sieben Monate nach dem Raubüberfall auf den Getränkemarkt war die Verhandlung des mutmaßlichen Täters. Er wurde zuvor durch zivile Polizeibeamte der Polizeiinspektion Saarlouis in einer Lokalität aufgegriffen, nachdem der Verdacht des Taschendiebstahls im Raum stand.

Der Mann wurde von dem Gericht allerdings frei gesprochen. Er konnte den Überfall eindeutig nicht begangen haben, wie das Gericht auf Berufung einer Gutachterin urteilte. Er musste sich allerdings des mehrfachen Taschendiebstahls im Saarland und Rheinland-Pfalz verantworten – schätzungsweise 35 Taschendiebstähle führte er alleine im Saarland durch.

Nach Ausstrahlung der ZDF-Sendung sowie der Veröffentlichung eines angefertigten Phantombildes in der örtlichen Presse meldete sich ein Zeuge bei der Polizei: Er nannte sowohl den Namen als auch weitere für die Polizei entscheidende Informationen über den mutmaßlichen Täters.

Wie die Polizei mitteilte, verweilt der mutmaßliche Tatverdächtige derzeit in Untersuchungshaft, da ihm ein ähnlicher Fall zum Vorwurf gemacht und gegen ihn ermittelt wird. Ein möglicher Zusammenhang würde nun geklärt, teilte die Polizei Saarlouis weiter mit.